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1. Vorbereitung auf die Parkettverlegung
1.1 Das richtige Werkzeug
Um Parkettboden fachgerecht, zügig und effizient zu verlegen, benötigen Sie das richtige Werkzeug. Dazu gehören Akkuschrauber, Stich- oder Tischsäge, Fuchsschwanzsäge, Gummihammer, Rollbandmaß, Bleistift, Schreinerwinkel, Markierungsschnur, Nivellierlatte, Wasserwaage und Abstandskeile.
Beim Material steht an erster Stelle natürlich das Parkett. Beachten Sie beim Kauf, dass zur Quadratmeterzahl der Fläche noch 6 bis 10 % Verschnitt dazuzurechnen sind. Außerdem brauchen Sie Trittschalldämmung, PE-Folie, Fußleisten (einschließlich Innen- und Außenecken, Verbinder und Abschlüsse), Nivelliermasse, Schrauben, ggf. Nägel oder Parkettkleber, Übergangsprofile und Mittel zur nachträglichen Oberflächenbehandlung.
1.2 Vor dem Verlegen des Parkettbodens
Hier sind einige grundlegende Tipps, die Sie beim Verlegen von Parkett- und Laminatböden beachten sollten. Parkett und Laminatböden sollten nicht in unbeheizten Räumen, Sanitärräumen und anderen Feuchträumen verlegt werden. Wir empfehlen, das Parkett mindestens 48 Stunden vor dem Verlegen in der Verpackung im Raum auszulegen, damit es sich akklimatisieren (an die Zimmertemperatur und die Luftfeuchtigkeit anpassen) kann. Einzelne Parkettdielen können sich im Farbton ein bisschen voneinander unterscheiden, weshalb es gut sein kann, abwechselnd Dielen aus mehreren Packungen zu verwenden bzw. eine Auslese zu treffen. Es empfiehlt sich, alle Parkettdielen visuell zu prüfen und ungeeignete Dielen auszusortieren.
Zu den grundlegenden Schritten vor der Parkettverlegung zählt auch die Überprüfung des Untergrunds. Die Ebenheit des Untergrunds überprüfen Sie mit einer Wasserwaage und einer Nivellierlatte. Treten im Abstand von 1 m Abweichungen mit einem Höhenunterschied von mehr als 4 mm auf, müssen Sie diese unbedingt mit einer flüssigen Nivelliermasse ausbessern. Nach dem Auftragen der Nivelliermasse müssen Sie diese gut trocknen lassen, bevor Sie den Bodenbelag verlegen. Und natürlich muss der Untergrund vor der Verlegung von allen Verunreinigungen und Staub befreit werden.
1.3 Trittschalldämmung verlegen
Der nächste wichtige Schritt ist das Kürzen der Türzarge um die Aufbauhöhe des Parkettbodens, die sich aus der Höhe der Trittschalldämmung und der Höhe der Parkettdielen zusammensetzt. Verwenden Sie dazu das zuvor genannte Werkzeug (Fuchsschwanz). PE-Folie wird nur auf mineralischen Untergründen als Dampfsperre aufgebracht, während sie auf Holzuntergründen nicht verwendet wird. Nun folgt der Einbau einer Trittschalldämmung, die nicht nur eine trittschalldämmende Funktion erfüllt, sondern auch eventuelle Löcher im Untergrund ausgleicht.
2. Parkettboden verlegen
2.1 Parkettdielen verlegen
Nachdem Sie die Trittschalldämmung verlegt haben, beginnen Sie mit dem Verlegen der Parkettdielen. Verwenden Sie dabei unbedingt Abstandskeile, denn damit der Holzboden arbeiten kann (durch die Veränderungen der Raumtemperatur dehnt er sich und zieht sich wieder zusammen), ist eine ausreichend breite Dehnungsfuge zwischen Wand und Parkett erforderlich. Der Abstand zur Wand und die Breite der Dielenfuge sollten in kleineren Räumen mindestens 10 mm, in größeren Räumen noch etwas mehr betragen.
"Achten Sie auch auf die Verlegerichtung. Eine ungeschriebene Regel beim Verlegen von Parkettdielen lautet, dass die Dielen immer mit dem Lichteinfall des Fensters, das als Hauptlichtquelle dient, verlegt werden sollten. Wenn die Parkettdielen in Raumquerrichtung verlegt werden, wirkt der Raum breiter, während eine Verlegung in Raumlängsrichtung das Zimmer optisch verlängert."
2.2 Dielen befestigen
Parkettdielen können einfach auf den Untergrund bzw. auf die Trittschalldämmung geklebt oder mit einem Klick-System schwimmend verlegt werden (die einzelnen Parkettdielen sind nur miteinander, nicht aber mit dem Untergrund verbunden). Massives Zwei- und Mehrschichtparkett wird vollflächig mit dem Untergrund verklebt, Dreischichtparkett ist hingegen meist für die schwimmende Verlegung gedacht. Verwenden Sie bei der schwimmenden Verlegung Schlagholz und Hammer, um die Elemente fugen dicht zusammenzufügen.
Zur Verbindung der Parkettdielen untereinander sind diese entweder mit dem sog. Klick-System oder mit Nut und Feder ausgestattet. In beiden Fällen liegen die Dielen bei schwimmender Verlegung ohne feste Verbindung mit dem Untergrund lose auf der Trittschalldämmung. Bei vollflächiger Verklebung von Parkettböden werden die Dielen mittels geeigneten Klebstoffs (z. B. PVA Kleber) fest mit dem Untergrund verbunden.
2.3 Hindernisse auf dem Boden
Wenn Sie Parkettboden verlegen, stoßen Sie dabei unweigerlich auf Hindernisse, wie z. B. Heizungsrohre. Legen Sie die Parkettdiele an das Rohr und markieren Sie die genaue Lage des Rohrs. Zeichnen Sie die Aussparungen mit einem Winkel ein und schneiden Sie sie so aus, dass zwischen Rohr und Parkettdiele etwa 1 cm Abstand verbleibt. Die Dielen der letzten Reihe müssen Sie nicht nur in der Länge, sondern auch in der Breite zurechtschneiden. Anschließend entfernen Sie die Abstandskeile und bringen die Sockelleisten mit den Innen- und Außenecken, Verbindern und Abschlüssen an.
3. Parkett auf verschiedenen Untergründen verlegen
Geeignete Untergründe für die schwimmende Parkettverlegung sind alte Vinyl-Bodenbeläge, Linoleum oder Korkböden – allerdings nur, wenn diese vollflächig mit dem Baukörper verklebt sind. Parkettboden lässt sich auch auf alte Keramikfliesen schwimmend verlegen, sofern eine Abdichtung verlegt ist. Natürlich müssen die Fliesen vorab gründlich gereinigt werden.
Auf einem Heizestrich dürfen nur Bodenbeläge verlegt werden, die für die Kombination mit einer Fußbodenheizung geeignet sind. Die schwimmende Verlegung von Parkettboden oberhalb einer warmwassergeführten Fußbodenheizung erfolgt auf einer Dampfsperre, bei eingeschalteter Fußbodenheizung sollte die Temperatur des Parketts 27 ° C nicht überschreiten. Es wird davon abgeraten, auf einer Fußbodenheizung Parkett aus nicht maßhaltigen Holzarten zu verlegen (z. B. aus Buche, Olive oder Ahorn). Elektrische Fußbodenheizungen sind für die Kombination mit Parkettboden grundsätzlich nicht geeignet.
4. Parkettboden verlegen lassen - Kosten
Die Kosten für Parkettverlegung werden von einer ganzen Reihe verschiedener Faktoren beeinflusst: Parkettart (Massivparkett oder Fertigparkett), Untergrundvorbereitung (Folie und Trittschalldämmung), Verlegemuster (Fischgrätmuster, Brick-Bond-Muster usw.), Verlegeweise (schwimmend oder vollflächig verklebt) und Raumgröße (Quadratmeterzahl). Die Kosten variieren auch von Handwerker zu Handwerker und von Region zu Region (in Großstädten müssen Sie mit höheren Kosten rechnen).
Aus den eben genannten Gründen ist die Preisspanne ziemlich groß: Die Kosten für Parkettverlegung reichen von 20 bis 80 EUR/m². Wenn der Parkettboden nach dem Verlegen abgeschliffen oder versiegelt werden soll, fallen weitere 20 bis 30 EUR/m² an. Wohlgemerkt handelt es sich hier lediglich um die Kosten für die Verlegung und eine eventuelle Oberflächenbehandlung, die Materialkosten sind hier nicht inbegriffen. Deshalb hier einige Richtpreise: Klick-Parkett kostet etwa 20 EUR/m², höherwertige Parkettdielen sind mit 40 EUR/m² etwa doppelt so teuer und Massivholzparkett kostet 60 bis 80 EUR/m².
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