Im Beitrag:
- 1. Optimale Dämmstoffdicke der Fassade
- 2. Minimale Dicke der Fassadendämmung
- 3. Die minimale Dämmstoffdicke hängt vom Dämmstoff ab
- 4. Preislicher Aspekt der Fassadendämmung
- 5. Ästhetischer Aspekt der Fassadendämmung
- 6. Die Dämmstoffdicke hängt von Hausteil ab
- 7. Der Preis ist nicht der einzige Entscheidungsfaktor
- 8. Was ist also die optimale Dicke der Fassade?
1. Optimale Dämmstoffdicke der Fassade
Wir beginnen mit der Erläuterung der optimalen Dicke (Stärke) der Fassadendämmung. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Dämmung nicht unnötig dick sein sollte. Die ideale Dämmstoffdicke schützt das Gebäude effektiv vor Energieverlusten, ohne dabei einen verschwenderischen und wirtschaftlich unrentablen Materialeinsatz zu erfordern. Eine übermäßig dicke Fassadendämmung führt nicht nur zu erhöhten Herstellungskosten, sondern beeinträchtigt auch die natürliche Belüftung des Gebäudes. Zudem belastet sie die Umwelt durch einen übermäßigen Materialverbrauch.
2. Minimale Dicke der Fassadendämmung
2.1 Fassadendämmstärke nach Vorschrift
Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdicke der Wärmedämmung entspricht nicht immer der optimalen Lösung. Es ist unbestreitbar, dass eine zu dünn aufgetragene Schicht aus Styropor, Graphitstyropor oder Steinwolle nicht die erforderliche Wärmedämmung bietet, um die Heizkosten effizient zu senken. Gleichzeitig führt jedoch eine übermäßig dicke Dämmschicht zu höheren Baukosten und Komplikationen, da die Wände unnötig dick werden und die Gebäudehülle ihre Atmungsfähigkeit verliert.
3. Die minimale Dämmstoffdicke hängt vom Dämmstoff ab
Die erforderliche Dämmstoffdicke wird maßgeblich vom verwendeten Dämmstoff bestimmt. Zum Beispiel bietet XPS (extrudiertes Polystyrol) eine bessere Wärmedämmung als Steinwolle, wodurch bei geringerer Dämmstoffdicke dennoch ein vergleichbarer Wärmedämmeffekt erzielt werden kann. Unterschiedliche Arten von Mineralwolle (Stein- und Glaswolle) weisen etwa die gleiche Dämmleistung auf, was zu ähnlichen erforderlichen Dämmstoffdicken führt. Die effizienteste Dämmung ist die Vakuumwärmedämmung, die normalerweise in der Raumfahrt eingesetzt wird. Bei Vakuumdämmung genügt eine dünnere Folie von wenigen Millimetern, jedoch ist diese Art der Dämmung aufgrund ihrer hohen Kosten im Bauwesen nur für spezielle Anwendungen praktikabel.
4. Preislicher Aspekt der Fassadendämmung
Der preisliche Aspekt spielt eine entscheidende Rolle bei der Fassadendämmung, da die Kosten der verschiedenen Dämmstoffe erheblich variieren. Es ist wichtig, nicht nur darauf zu achten, wie dünn die Dämmschicht sein könnte. Obwohl Vakuumwärmedämmung die dünnste Dämmstoffdicke bietet, ist sie aufgrund ihrer hohen Kosten nur für spezifische Anwendungen zur Vermeidung von Wärmebrücken geeignet. Es gilt stets, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Effizienz der Wärmedämmung und den damit verbundenen Kosten zu finden.
5. Ästhetischer Aspekt der Fassadendämmung
Die Bestimmung der optimalen Dämmstoffdicke hängt nicht nur von technischen Aspekten ab, sondern auch vom ästhetischen Erscheinungsbild des Hauses nach der Verkleidung der Fassade mit Wärmedämmung. Die Größe der Fenster spielt dabei eine wichtige Rolle. In Häusern mit eher kleinen Fenstern kann eine zu dicke Wärmedämmschicht das Wohngefühl beeinträchtigen. Sie führt zu einer tiefen und massiven Fassadenschicht, was im Haus den Eindruck eines dunklen Tunnels erwecken kann. Darüber hinaus hat eine große Dämmstoffdicke negative Auswirkungen auf die Besonnung der Innenräume.
6. Die Dämmstoffdicke hängt von Hausteil ab
Es ist wichtig zu beachten, dass die Mindestdicke der Fassadendämmung stark vom jeweiligen Hausteil abhängt. Die stärkste Wärmedämmung sollte im Dachbereich vorhanden sein (Dachdämmung – Dachbodendämmung und Dachscrägendämmung), da über das Dach die meisten Energieverluste auftreten. Daher ist die Dämmung im Dachbereich etwa 2 bis 2,5 Mal stärker als in anderen Bereichen des Hauses. Auch an den Fundamenten sollte die Dämmschicht dicker sein – sie ist in etwa genauso dick wie im Dachbereich. An den erdberührten Wänden im Keller ist die Dämmstärke normalerweise einige Zentimeter größer als an den höher gelegenen Wänden.
7. Der Preis ist nicht der einzige Entscheidungsfaktor
7.1 Dünnere Fassaden können teurer sein
Es ist verständlich, dass der Blick bei der Auswahl einer Fassade zunächst auf den Preis gerichtet ist. Jedoch bedeutet eine preisgünstigere Fassade oft eine dünnere Dämmung und damit eine höhere Wärmeleitfähigkeit, was sich bereits im ersten Jahr durch hohe Wärmeverluste zeigt. Eine sehr dicke Fassade ist jedoch auch nicht immer die beste Lösung. Ab einem bestimmten Punkt kann die Wärmeübertragung nicht mehr signifikant reduziert werden, selbst wenn eine 30 cm dicke Fassade installiert wird. Die hohen Investitionskosten für die Fassadendämmung sind dann nicht mehr gerechtfertigt, da jeder zusätzliche Zentimeter Dämmstärke denselben Betrag kostet.
7.2 Der Fassadenpreis hängt nicht nur von der Dämmung ab
Bei einer 20 cm dicken Fassade machen die Investitionen in die Dämmung nur etwa 30 % der Gesamtkosten der Fassade aus. Es ist wichtig zu wissen, dass der Fassadenpreis auch die Kosten für den Transport, das Gerüst und dessen Miete sowie die Bearbeitung der Fassade um Fenster- und Türöffnungen herum umfasst. Eine 20 cm dicke Dämmschicht ist nur etwa 20 % teurer als eine 15 cm dicke Dämmschicht.
8. Was ist also die optimale Dicke der Fassade?
Im Regelfall liegt die optimale Dicke der Fassade bei 20 bis 25 cm. Wenn XPS-Dämmung verwendet wird, kann man es auch wagen, die Fassadendicke auf weniger als 20 cm zu reduzieren. Im Dachbereich und an den Fundamenten ist eine viel größere Dämmstoffdicke erforderlich, etwa 30 bis 40 cm. An den erdberührten Kellerwänden reicht die gleiche Dämmstoffdicke wie an anderen Gebäudeteilen, jedoch ist hier eine Bauwerksabdichtung gegen eindringendes Wasser dringend erforderlich.
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