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Die Vorteile
Der Wintergarten zeichnet sich vor allem durch seinen Hauptvorteil aus: das einfallende Licht. Die großflächigen Glasfenster schaffen eine unverkennbare Lebensqualität. Ein gut gestalteter Wintergarten wird zu einem Raum im Haus, der das Gefühl vermittelt, sich außerhalb der eigenen vier Wände in der Natur zu befinden. Das Sonnenlicht durchflutet den Innenraum durch die Glasflächen und lässt den Wintergarten im Frühling und Winter zu einem Teil der Umgebung werden.
Durch eine sorgfältige Ausführung des Wintergartens können Sie sogar bis zu 30% Energieeinsparungen erzielen. Neben einer effizienten Wärmedämmung ist eine präzise Ausrichtung entscheidend. Idealerweise sollte der Wintergarten in Richtung Südosten oder Südwesten ausgerichtet sein, wobei die längste Seite nach Osten oder Westen zeigt. Der Wintergarten kann auch als Wärmequelle für eine Wärmepumpe dienen, um das Haus zu beheizen. Durch das Bemalen der Wände mit dunklen Farben kann eine sogenannte Trombe-Wand geschaffen werden, die den Raum zusätzlich erwärmt.
Ein gutes Mikroklima wird durch die im Wintergarten angebauten Pflanzen gefördert. Diese tragen nicht nur zur Frischluftzufuhr bei, sondern binden auch Staub und regulieren die Luftfeuchtigkeit.
Die Form, die Bereiche und die Konstruktionsprofile
Moderne Wintergärten können heutzutage in vielfältigen Formen realisiert werden, angefangen von kreisförmigen und polygonalen bis hin zu solchen mit konischem Dach. Allerdings sind unkonventionelle Konstruktionen in der Regel kostspieliger und passen oft nicht harmonisch zur Fassade des Hauses. Oft ist es empfehlenswert, den Wintergarten über die gesamte Breite der Fassade ohne Versetzungen und Unterbrechungen zu planen.
Das Raster ermöglicht eine nahezu unbegrenzte Länge, während die Tiefe des Wintergartens etwas begrenzter ist. Die meisten Auftragnehmer können Wintergärten mit einer Tiefe von 5,8 bis 6 m realisieren. Bei einer größeren Tiefe sind möglicherweise zusätzliche Stützpfeiler erforderlich.
Die Rasterprofile variieren in der Breite von 73 bis 125 cm und können je nach Hersteller an die individuellen Maße angepasst werden. Die Auswahl der Konstruktionsprofile ist entscheidend. Auf dem Markt stehen Plastik-, Aluminium- oder Holzprofile zur Verfügung. Plastik- und Aluminiumprofile mit integrierter Isolierung, bestehend aus drei, vier oder mehr Kammern, eignen sich gut, um Überhitzung zu verhindern. Holzprofile können mit einer Aluminiumverkleidung geschützt werden. Die Profildicke variiert zwischen 5 x 5 cm, 5 x 8 cm und 5 x 12 cm, abhängig von den Anforderungen und Leistungen. Auf Wunsch können die Profile hinter dem Glas durch sogenannte „Schattenfugen“ versteckt werden.
Das Dach
Bei der Gestaltung des Dachs Ihres Wintergartens haben Sie verschiedene Optionen zur Auswahl. Ein klassisches Holzdach wird in der Regel von einem Dachdecker installiert. Alternativ kann der Wintergarten auch mit einem Flachdach, das mit OSB-Platten oder Aluminiumlamellen abgedeckt ist, versehen werden, was üblicherweise die kostengünstigste Variante ist.
Für eine verbesserte Lebensqualität und optimale Beleuchtung empfehlen wir jedoch ein Glasdach, das von den meisten Wintergartenherstellern angeboten wird. Die Raster der Glasdächer entsprechen in der Regel denen der vertikalen Fenster. Um auf zusätzliche Stützpfeiler zu verzichten, sollte die Spannweite des Dachs 6 m nicht überschreiten. Das Dach ist leicht geneigt und wird "glatt" gestaltet, das heißt, es verfügt über Schattenfugen.
Das Glas
Der Wintergarten besteht zu etwa 90% aus Glas, weshalb die Auswahl von hochwertigem Glas von entscheidender Bedeutung ist und einen erheblichen Einfluss auf die Kosten hat. Es ist wichtig zu überlegen, ob der Wintergarten als Wohnraum oder für die Wärmeerhaltung genutzt wird. Wenn der Wintergarten beispielsweise als Erweiterung des Wohnraums dient, ist die Auswahl von Glas mit minimalen Wärmeverlusten erforderlich. Die optimale Wärmeleitfähigkeit liegt bei 1,0 W/m2K und kann bereits durch die Verwendung von Doppelschichtglas mit Inertgas erreicht werden. Für höhere Anforderungen an die Wärmedämmung sollte ein Dreifach-Isolierglas von der Glaserei installiert werden.
Bei der Auswahl von UV-Schutzfenstern ist Vorsicht geboten. Normalerweise wird Glas mit einer Reflektivität von 50% des Sonnenlichts verwendet. Eine höhere Reflektivität von bis zu 85% führt zwar zu einer geringeren Erwärmung des Wintergartens, aber auch zu einer deutlich reduzierten Lichtmenge. Die Glasoberflächen können fest sein oder mit Öffnungen versehen werden. Eine höhere Anzahl fest installierter Fenster senkt die Kosten. Die Verwendung von Glasschienen für den Wintergarten macht die Umsetzung jedoch erheblich teurer.
Markisen und Belüftung
Zu Beginn macht man sich oft Sorgen über eine mögliche Überhitzung des Wintergartens. Ein gut belüfteter und beschatteter Wintergarten benötigt jedoch in der Regel keine Klimaanlage. Bauunternehmer empfehlen häufig den Einsatz von Außenjalousien für die Beschattung von senkrechten Flächen. Zur Beschattung der Dächer werden zunehmend Markisen oder Segel verwendet, die bis zu 98% der Sonnenstrahlen reflektieren. Elektrisch betriebene Markisen mit Sensoren ermöglichen es, die Beschattung an die Lichtintensität oder Temperatur anzupassen. Dabei ist es wichtig, dass die Markise 5 bis 10 cm vom Glas entfernt ist, um zu verhindern, dass sich Heißluft zu den Fenstern hin staut.
Für ein qualitativ hochwertiges Raumklima ist eine effektive Belüftung unerlässlich. Obwohl das Öffnen der Fenster die einfachste Lösung ist, gibt es auch andere Belüftungsmethoden. Ideal für die natürliche Belüftung sind seitliche Lüftungsfenster, die so hoch wie möglich im Wintergarten installiert sind und einen schnellen Austausch von warmer und kalter Luft ermöglichen.
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