Nach dem Sommer sitzt das Geld bei vielen Menschen nicht mehr locker, denn Urlaub, Freizeit und Ausflüge haben das Budget geschmälert. Das macht Kunden sensibler für Preise und Kosten. Doch das ist kein Grund, Ihre Arbeit zu verramschen. Ihre Leistungen sollen Sie natürlich nicht unter Wert verkaufen und wenn Ihre Kosten für Material, Kraftstoff oder Personal gestiegen sind, darf sich das auch im Preis widerspiegeln.
In diesem Text erfahren Sie, wie Sie Ihre Preise schrittweise und mit Augenmaß anpassen, dabei aber gleichzeitig Kunden binden und auf dem Markt wettbewerbsfähig bleiben.
Hier sind einige hilfreiche Tipps:
Bereiten Sie Ihre Kunden auf die Preiserhöhung vor
Niemand mag unerwartete Mehrkosten oder das Gefühl, mehr bezahlen zu müssen als gedacht. Der größte Fehler, den Sie machen können, ist, die Preise zu erhöhen, ohne Ihre Kunden vorher zu informieren. In so einem Fall werden Sie von diesen Kunden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht wieder beauftragt.
Informieren Sie Ihre Kunden deshalb frühzeitig über bevorstehende Preisänderungen. Wenn Sie zum Beispiel planen, Ihre Preise zum 1. September zu erhöhen, dann sollten Sie dies bereits im August kommunizieren. Das geht ganz einfach: Veröffentlichen Sie die neuen Preise auf Ihrer Website, teilen Sie die Info über soziale Medien oder benachrichtigen Sie langjährige Kunden persönlich per Nachricht. Transparenz schafft Vertrauen.
Beispiel: Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, aufgrund der stark gestiegenen Kosten für Material und Transport in den vergangenen Monaten sehen wir uns gezwungen, ab dem 1. September eine neue Preisliste einzuführen. Wir haben diese Entscheidung so lange wie möglich hinausgezögert. Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihr Vertrauen!
Preisanpassungen müssen wohlüberlegt sein
Erhöhen Sie Ihre Preise nicht aus dem Bauch heraus. Stellen Sie sich vorher ein paar wichtige Fragen: Welche Kosten sind am stärksten gestiegen und um wie viel? Welche Leistungen sind für mich am rentabelsten, und welche kosten mich überproportional viel Zeit und Ressourcen? Wo habe ich den größten Spielraum für eine Preisanpassung, ohne potenzielle Kunden sofort abzuschrecken?
Bevor Sie Ihre neue Preisliste festlegen, sollten Sie Ihre Einnahmen und Gesamtkosten über die Saison hinweg detailliert analysieren. So verschaffen Sie sich nicht nur einen besseren Überblick, sondern haben auch nachvollziehbare Argumente parat, falls Kunden Nachfragen stellen.
Führen Sie Preisänderungen schrittweise ein
Erhöhen Sie die Preise nach Möglichkeit schrittweise (insbesondere bei Stammkunden). So kann beispielsweise die erste Preisanpassung symbolisch sein (etwa 5 %), und zwei Monate später folgt der nächste Schritt. Sie müssen auch nicht die Preise für alle Dienstleistungen gleichzeitig anheben. Beginnen Sie mit jenen, die besonders ressourcenintensiv sind oder sich am wenigsten rentieren. Sie können auch unterschiedliche Leistungspakete anbieten, etwa ein reduziertes Angebot zum alten Preis, bei dem weniger Leistungen enthalten sind als bisher.
Bieten Sie einen Mehrwert an
Bei Preiserhöhungen ist es wichtig, dass der Kunde nicht das Gefühl bekommt, für dieselbe Leistung mehr bezahlen zu müssen. Sie müssen Ihren Kunden vermitteln, dass sie für etwas mehr Geld eine bessere Leistung erhalten. Wenn Ihre Kundschaft merkt, dass sie für ein wenig mehr Geld einen Mehrwert erhält, wird sie den neuen Preis leichter akzeptieren. Es kommt also darauf an, den Mehrwert hervorzuheben und den Kunden zu erklären, dass sie mehr bekommen als zuvor.
Das muss für Sie nicht unbedingt mehr körperliche Arbeit bedeuten. Sie können beispielsweise kostenlose Beratungsgespräche anbieten oder eine erweiterte Garantie gewähren. Maler können zum Beispiel eine gratis Farbberatung mit Präsentation anbieten, Tischler hingegen zusätzliche Tipps zur Materialauswahl und Möbelgestaltung. Der Mehrwert muss Sie nicht viel kosten, doch für den Kunden bedeutet er einen großen Unterschied.
Erklären Sie, warum die Preise steigen
Kunden bleiben bei Handwerkern, denen sie vertrauen. Und Vertrauen entsteht durch offene Kommunikation. Wenn Ihre Kunden verstehen, dass die Preiserhöhung nicht Ihrem Wunsch entspringt, sondern eine Notwendigkeit für das Überleben Ihres Unternehmens ist, werden sie die neuen Preise leichter akzeptieren.
Beispiel: Aufgrund gestiegener Material- und Personalkosten sind wir gezwungen, unsere Preise anzupassen, um weiterhin in gewohnter Qualität und nach den Standards zu arbeiten, die unsere Kunden von uns erwarten.
Menschen zahlen bereitwillig mehr, wenn sie wissen, dass der Auftrag gut erledigt wird und sie sich auf den Handwerker verlassen können.
Nutzen Sie die Zeit nach der Urlaubssaison
Der Herbst naht und damit das Ende der Urlaubszeit. Auch wenn viele Menschen ihr Budget ausgeschöpft haben und nun sparsamer sind, können anstehende Arbeiten nicht ewig aufgeschoben werden. Etliche Projekte müssen noch vor dem Winter fertiggestellt werden.
Hier liegt Ihre Chance, Ihre Leistungen zum neuen Preis anzubieten. Weisen Sie darauf hin, dass Verzögerungen zu höheren Kosten in der kalten Jahreszeit führen können. Betonen Sie, dass jetzt der ideale Zeitpunkt ist, einen Termin zu buchen, solange noch welche verfügbar sind.
Zwar werden Kunden in dieser Zeit neue Ausgaben besonders kritisch unter die Lupe nehmen, das heißt aber nicht, dass Sie die Preise senken müssen. Stattdessen sollten Sie Ihre Leistung als Investition vermitteln, als notwendige Ausgabe.
Bieten Sie Stammkunden eine Übergangsregelung
Wenn Sie Stammkunden haben, die Ihnen seit Jahren treu sind, können Sie ihnen Sonderkonditionen anbieten. Dies können Sie zum Beispiel durch eine Verlängerung der alten Preise um einen Monat, einen exklusiven Rabatt für den nächsten Auftrag oder die Möglichkeit zur Ratenzahlung erreichen.
Kunden werden das zu schätzen wissen. Solche Angebote festigen nicht nur die Beziehung, sondern stärken auch das gegenseitige Vertrauen.
Der größte Fehler, den Handwerker machen können, besteht darin, die Qualität zu senken, um die alten Preise zu halten. Man arbeitet schneller, verwendet Billigmaterialien oder reduziert das Personal, sodass die Fristen nicht mehr eingehalten werden. Die Folgen solcher Sparmaßnahmen zeigen sich oft erst später, etwa in Form von Ausführungsmängeln. Am Ende entsteht der Eindruck von Pfusch, der das Vertrauen zerstört, sodass der Auftragnehmer nicht mehr weiterempfohlen wird und weniger Aufträge akquiriert.
Arbeiten Sie daher immer zu einem Preis, der es Ihnen ermöglicht, Qualität zu liefern.
Nutzen Sie die Daibau-Plattform, um auf dem Laufenden zu bleiben und mit seriösen Kunden in Kontakt zu treten
Vor der Überarbeitung Ihrer Preisliste sollten Sie sich gründlich über die aktuellen Preise und Markttrends informieren. Die Plattform Daibau erforscht regelmäßig den Markt, verfolgt Neuerungen im Bausektor und dokumentiert Best Practices. Mit Daibau erfahren Sie, welche Leistungen gerade besonders gefragt sind und wo die Nachfrage am größten ist. Mit diesen aktuellen Informationen können Sie Ihre Preisstrategie besser planen und anpassen.
Auf der Plattform Daibau registrierte Auftragnehmer erreichen leichter seriöse Kunden, die wissen, was sie wollen und Wert auf Qualität legen. Gute Bewertungen und ein aussagekräftiges Profil sorgen dafür, dass Sie auch mit höheren Preisen regelmäßig Aufträge erhalten.
Zur Verfügung stehen Ihnen verschiedene Pakete, mit denen Sie monatlich auf eine Vielzahl von Anfragen zugreifen und Kontakt zu seriösen und geprüften Kunden aufnehmen können, die Handwerker suchen und auf eine Zusammenarbeit warten. Wählen Sie das für Sie passende Paket und nutzen Sie die Gelegenheit, Ihr Geschäft auf das nächste Level zu bringen, auch wenn Ihre Preise gestiegen sind.
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