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    Echtholzparkett pflegen und erneuern: Praktische Tipps für langlebige Parkettböden

    Parkett gilt als zeitloser Klassiker unter den Bodenbelägen. Die natürliche Maserung des Holzes sorgt für eine wohnliche Atmosphäre und passt zu nahezu jedem Einrichtungsstil. Doch selbst hochwertige Parkettböden bleiben von den Folgen alltäglicher Nutzung nicht verschont. Möbel, Straßenschmutz oder Feuchtigkeit können im Laufe der Zeit Spuren auf der Oberfläche hinterlassen. Damit das Echtholzparkett dennoch langfristig gepflegt und attraktiv aussieht, muss es regelmäßig gepflegt und sachgemäß instandgehalten werden.
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    parkettboden erneuern
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    1. Regelmäßige Pflege von Parkettböden

    Damit ein Parkettboden langfristig schön und widerstandsfähig bleibt, muss er regelmäßig gereinigt werden. Staub und von den Straßenschuhen mitgenommene Steinchen können sonst wie Schleifmittel wirken und die Oberfläche des Holzes beschädigen. Deshalb sollte der Boden zunächst trocken gereinigt werden, beispielsweise mit einem Staubsauger oder einem weichen Besen. Wichtig ist dabei die Verwendung einer Parkettdüse oder Bürste, damit keine Kratzer entstehen. Es ist dringend zu empfehlen, den Parkettboden auch vor dem Wischen abzusaugen, damit beim Wischen keine Schmutzteilchen mitgezogen werden, die den Fußboden beschädigen könnten.

    Beim feuchten Wischen sollte stets darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Wasser verwendet wird. Holz reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit, weshalb beim Wischen von Echtholzparkett ein leicht angefeuchteter oder nebelfeuchter Wischmopp verwendet werden sollte. Als Reinigungsmittel eignen sich spezielle Parkettreiniger oder milde Holzbodenseifen, die die Oberfläche nicht angreifen. Auf aggressive oder stark alkalische Reiniger sollte hingegen verzichtet werden.

    Wenn der Parkettboden gerade erst oberflächenbehandelt (neu geölt oder lackiert) wurde, sollte man mindestens 30 Tage warten, bevor man ihn reinigt. Bei werkseitig oberflächenbehandeltem Fertigparkett entfällt diese Wartezeit. Zur Parkettpflege gehört es auch, verschüttete Flüssigkeiten umgehend aufzuwischen und den Fußboden nicht mit Straßenschuhen oder Bürostühlen zu strapazieren. Die Raumluftfeuchtigkeit sollte zwischen 55 und 65 % betragen.

    2. Parkettboden polieren

    Parkettboden wird nicht jede Woche poliert, sondern je nach Beanspruchungsgrad 1- bis 4-mal im Jahr. Zwar bringt das Polieren den Boden wieder zum Glänzen und verlängert die Zeit bis zur nächsten Reparatur durch Abschleifen, doch kann es die regelmäßige Reinigung nicht ersetzen. Vor dem Polieren muss der Parkettboden gereinigt und von Staub, Schmutz und Steinchen befreit werden, die das Ergebnis des Polierens verschlechtern würden.

    Achten Sie auch auf die Wahl des Poliermittels. Für versiegelte Parkettböden eignen sich wachsfreie Polituren, während geölte Parkettböden mit Pflegeöl behandelt werden sollten. Zur Auswahl stehen sowohl Flüssig- als auch Sprühpolituren. Das Polieren kann manuell mit einem weichen Tuche oder maschinell mit einer Poliermaschine (Einschibenmaschine) erfolgen. Wenn Sie stärkeren Glanz wünschen, sollten Sie den Parkettboden nach dem Trocknen noch nachpolieren.

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    Große Bodenflächen werden mit der Einscheibenmaschine poliert.

    3. Parkettboden abschleifen

    Das Reparieren eines beschädigten Parkettbodens erfolgt durch Abschleifen und anschließende Oberflächenbehandlung. Das Abschleifen erfolgt nur alle 10 bis 15 Jahre und wird mit einer Parkettschleifmaschine in drei Schleifvorgängen durchgeführt. Vor dem buchstäblichen letzten Schliff können Risse und Löcher im Parkettboden mit Parkettspachtel verfüllt werden. Dieser wird mit dem Schleifstaub der ersten beiden Schleifvorgänge angerührt, damit er an die Farbe des Parkettbodens angeglichen wird.

    Beim Abschleifen werden normalerweise etwa 0,5 bis 1 mm des Holzes abgetragen, sodass gesundes Holz zum Vorschein kommt. Deshalb können nur Massivparkett und Mehrschichtparkett mit einer ausreichend starken Nutzschicht abgeschliffen werden. Nach dem Abschleifen wird der Parkettboden aufs Neue mit Parkettlack oder -öl oberflächenbehandelt.

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    Der Umgang mit der Schleifmaschine ist schwieriger, als es den Anschein hat.

    4. Parkettboden versiegeln (lackieren)

    Das Lackieren von Parkett erfolgt in mehreren Schichten. In der Regel wird der Parkettboden zunächst grundiert, bevor der Lack zwei- oder dreischichtig aufgetragen wird. Zur Auswahl stehen Parkettlacke in verschiedenen Glanzstufen (matt, halbmatt, glänzend und hochglänzend). Der Lack bildet auf dem Parkettboden eine luftdichte Versiegelung, die das Eindringen von Flüssigkeiten verhindert und die Oberfläche des Parkettbodens auch mechanisch widerstandsfähiger macht. Die Versiegelung muss nicht regelmäßig erneuert werden. Üblicherweise wird Parkettboden im Zuge einer Reparatur neu versiegelt, weil die alte Versiegelung durch das Abschleifen abgetragen wird.

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    Durch das Lackieren erhält der Parkettboden eine schützende Versiegelung.

    5. Parkettboden ölen

    Das Öl kann manuell oder maschinell aufgetragen werden. In beiden Fällen erfolgt die Behandlung in kreisenden Bewegungen und mit gleichmäßigem Druck. Der Vorgang wird so oft wiederholt, bis das Holz vollständig gesättigt ist. Überschüssiges Öl wird mit einem trockenen Tuch abpoliert, was ebenfalls manuell oder maschinell durchgeführt werden kann. Öl ist umweltfreundlicher als Lack. Es dringt ins Holz ein und bildet im Gegensatz zu Lack keine Versiegelungsschicht. Dies hat den Vorteil, dass die natürliche Optik des Parkettbodens erhalten bleibt, und den Nachteil, dass die Parkettoberfläche empfindlicher ist als nach dem Versiegeln. Falls das Parkett bereits bei der Herstellung mit Öl veredelt wurde, sollten Sie nur vom Hersteller ihres Parkettbodens empfohlene Produkte verwenden, um eine unerwünschte Reaktion von unterschiedlichen Ölen zu verhindern. Das Nachölen sollte in Zeitabständen von höchstens 5 Jahren erfolgen.

    Autor: Daibau Magazin

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